Was bitte kostet denn so ein Imagefilm – oder – die Angst vor der Budgetfrage

Wenn man als Unternehmer in seiner Branche Kundenanfragen entgegennimmt, dann ist natürlich Geduld und Verständnis für den Kunden angesagt. Dann gibt es keine dummen Fragen des Interessenten, sondern schlimmstenfalls dumme Antworten des Beraters.

Im Bereich Imagefilm, Unternehmensvideo oder Produktvideo gibt es vorweg eine Menge technischer Details zu klären, wie z.B. wie groß das gewünschte höchste Ausgabeformat sein soll (Verkleinerungen des Formats sind nachträglich ohne Probleme möglich, Vergrößerungen allerdings nicht), in welchen Medien der Film verwendet werden soll (Online-Plattformen, Fernsehen, Messen, etc.) und letztlich auch das gesamte Thema des Inhaltes und der Zielgruppe.

Allerdings lautet die allererste Frage meistens: “Was bitte kostet denn so ein Imagefilm?”

Versuchen Sie doch einmal bei einem Autohändler Ihrer Wahl in den Verkaufsraum zu gehen und laut zu fragen: “Was kostet denn bitte hier ein Auto?” Ein geduldiger Verkäufer wird Ihnen dann antworten: “Zwischen 8.000 Euro und 100.000 Euro, wenn Sie wollen aber auch wesentlich mehr”. Ein vernünftiges weiteres Gespäch zwischen dem Auto-Interessierten und dem Verkäufer wird sich erst dann ergeben, wenn der Käufer dann zum Beispiel antwortet: “Naja, mehr als 30.000 Euro wollte ich nicht ausgeben.”

Genau so verhält es sich bei der Frage nach den Kosten eines Imagefilms. Diese Kosten reichen nämlich auch von ca. 1.000 Euro bis weit in fünfstellige Eurobeträge hinein, je nach betriebenem Aufwand:

  • Anzahl der Drehtage
  • Anzahl und Lage der Drehorte
  • Anzahl der Kameras und sonstiges Equipment
  • Anzahl des Drehpersonals
  • Anzahl der Schauspieler

Somit sei an unseren fiktiven Kunden auch in diesem Fall gleich die verständliche Frage erlaubt:

“An welches Budget für den Imagefilm hätten Sie denn gedacht?”

Die Frage des in etwa angepeilten Budgets gleich vorweg auf den Tisch zu legen macht aus mehreren Gründen für den Kunden als auch für die Filmschaffenden Sinn. Zum ersten kann der Interessent die Leistungen verschiedener Filmangebote bei identen Budgetvorgaben vergleichen. Hier lässt sich gleich einmal die Spreu vom Weizen trennen, ohne noch auf die inhaltliche Qualität (Kreativität) des Angebotes eingegangen zu sein. Zum zweiten ist es für uns Kreative natürlich auch einfacher, Leistungen für einen bestimmten Budgetrahmen zu definieren – was geht um einen bestimmten Preis noch und was nicht.

Daher sollte am Ende des Entscheidungsprozesses jene Filmfirma Ihr Imagevideo erstellen, die einerseits den größtmöglichen Aufwand innerhalb Ihrer Budgetvorgaben betreibt und andererseits natürlich auch eine zündende Idee bzw. ein schlüssiges Konzept für den Inhalt Ihres Imagevideos vorlegt.

Sie sehen also, wer von Beginn an seine Karten (Budget) auf den Tisch legt erhält auf jeden Fall genauere und passendere Angebote für sein gewünschtes Imagevideo und kann letztendlich die erhaltenen Angebote auch viel besser vergleichen.

Wir ersparen uns auf der anderen Seite das Ratespiel bei der Angebotslegung und wissen von vorne herein, welchen Aufand wir bei diesem Filmprojekt treiben können, ohne dass unseren Ideen bereits das Budget des Interessenten überfordern.

Johann Theo Hörner CMC
DP-Mediendesign | FILMKRAFT.at

2017-01-08T01:44:44+00:00 16. November, 2014|4K, Allgemein, Film|

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